Apotheken brauchen endlich wirtschaftliche Perspektiven – TGL unterstützt Aufruf zum bundesweiten Protesttag

von TGL Nordrhein

Frechen / Nordrhein – Der Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Thomas Preis, hat die Apothekenteams dazu aufgerufen, verstärkt das Gespräch mit politischen Entscheidungsträgern zu suchen und sich aktiv an den geplanten Protestaktionen der Apothekerschaft zu beteiligen. Hintergrund ist die entscheidende Phase der politischen Beratungen zur geplanten Apothekenreform.

In einer Videobotschaft appellierte Preis an die Apothekenteams, ihre Situation direkt gegenüber den Bundestagsabgeordneten in den Wahlkreisen zu schildern. Seit nunmehr 13 Jahren herrsche ein Honorarstillstand, der dringend beendet werden müsse, um Apotheken wieder eine verlässliche wirtschaftliche Perspektive zu geben. Konkrete
Vorschläge zur Erhöhung des Fixhonorars lägen bislang weiterhin nicht vor.

Der ABDA-Präsident ruft deshalb zu einer breiten Beteiligung am bundesweiten Protesttag der Apothekerschaft am 23. März auf. In Berlin, Hannover, Düsseldorf und München sind Kundgebungen geplant, um ein deutliches Signal für eine zeitnahe Umsetzung der im Koalitionsvertrag angekündigten Honorarverbesserungen zu setzen.

Auch die Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter e.V. (TGL e.V.) unterstützt diesen Aufruf.

"Die wirtschaftliche Situation vieler Apotheken ist inzwischen äußerst angespannt. Wenn wir die flächendeckende Arzneimittelversorgung sichern wollen, braucht es endlich eine verlässliche wirtschaftliche Grundlage für unsere Betriebe", erklärt Constantin Biederbick, 1. Vorsitzender der TGL. "Der seit über einem Jahrzehnt andauernde Honorarstillstand passt schlicht nicht mehr zur Realität steigender Kosten und wachsender Anforderungen."

Sebastian Berges, 2. Vorsitzender der TGL, ergänzt:
"Auch für die Entwicklung von Tariflöhnen im Apothekenbereich braucht es zunächst wirtschaftlichen Spielraum in den Betrieben. Dieser Spielraum kann nur entstehen, wenn die im Koalitionsvertrag angekündigte Honorarerhöhung jetzt tatsächlich umgesetzt wird."

Die beiden Vorsitzenden rufen die Apothekenteams ausdrücklich zur Teilnahme an den Protesten auf:
"Unser Protest muss laut sein und von möglichst vielen Betroffenen aktiv unterstützt werden. Es geht um unsere Zukunft. Aktivieren Sie Ihr Team und setzen Sie sich für den Erhalt der Arbeitsplätze in unseren Apotheken ein. Kommen Sie am 23. März nach Düsseldorf auf den Burgplatz und protestieren Sie gemeinsam mit uns für unsere Ziele."

Nach Angaben der ABDA läuft die politische Kommunikation mit Bundestagsabgeordneten und Vertreterinnen und Vertretern der Bundesregierung derzeit intensiv. Gleichzeitig wächst die bundesweite Online-Petition zur Stärkung der Apotheken weiter und erhält breite Unterstützung aus der Bevölkerung.

 

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