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Dringender Handlungsbedarf: Soforthilfe zur Apothekenhonorierung und Sicherung der Patientenversorgung
von TGL-Nordrhein
Die Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter Nordrhein fordert die Politik dringend auf, unverzüglich wirtschaftliche Soforthilfen für Apotheken bereitzustellen und eine nachhaltige Dynamisierung des Apothekenhonorars einzuführen.
Ohne diese Maßnahmen ist die flächendeckende Arzneimittelversorgung akut gefährdet, weil die Apothekenteams nicht mehr fair und angemessen entlohnt werden können.
Apotheken sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Deutschland.
Dennoch stehen viele Betriebe aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen unter massivem Druck.
"Die aktuelle finanzielle Lage vieler Apotheken ist existenzbedrohend. Um eine stabile Versorgung durch das Fachpersonal in den Apotheken sicherzustellen, muss die wirtschaftliche Basis der Apotheken dringend gestärkt werden", erklärt Apotheker
Sebastian Berges, 2. Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes der Apothekenberufe Nordrhein.
Die dringend benötigte Soforthilfe wird dauerhaft nicht ausreichen, aus diesem Grund ist eine dynamische Anpassung des Apothekenhonorars existenziell. Die bisherigen starren Vergütungsstrukturen decken die gestiegenen Kosten und Anforderungen nicht mehr.
„Das Apothekenhonorar muss sich flexibel an die wirtschaftlichen Entwicklungen anpassen, damit wir dauerhaft kompetentes pharmazeutisches Personal motivieren können, die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu sichern, so Sebastian Berges weiter.
Ein entscheidender Faktor für eine flächendeckende Arzneimittelversorgung ist die Entlohnung der Mitarbeitenden.
"Als Arbeitgeberverband sehen wir mit großer Sorge, dass Apotheken aufgrund der finanziellen Engpässe nicht mehr wettbewerbsfähige Gehaltsstrukturen bieten können. Dabei sind unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rückhalt der gesamten Arzneimittelversorgung", betont Apotheker Constantin Biederbick, 1. Vorsitzender der TGL.
Es ist höchste Zeit, dass die Apotheken und deren Mitarbeitenden an der wirtschaftlichen Entwicklung in unserem Land teilhaben wie andere Akteure in unserem Gesundheitswesen.
Die TGL Nordrhein appelliert daher eindringlich an die Politik, jetzt zu handeln: "Es geht nicht nur um Apotheken als Unternehmen oder die Apotheker als freier Beruf, sondern um die langfristige flächendeckende Sicherstellung einer wohnortnahen und um die qualitativ hochwertige Arzneimittelversorgung zur Daseinsvorsorge in Nordrhein und ganz Deutschland."